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Ein Film über Familie, Identität und die
Rückkehr von Australien nach Deutschland

Kurzdokumentarfilm, 30 minuten

Dreyfus Drei Film Premiere
29 October 2021
Delphi Theatre, Berlin

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Die australisch-jüdische Künstlerin Ella Dreyfus wuchs auf, ohne viel über die tragischen Verluste ihrer Familie im Holocaust zu wissen. Über ihren Onkel George in Melbourne und ihren Cousin Jonathan in Berlin macht sie sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Familie und findet dabei ihren ganz eigenen Weg, eine Verbindung zu Deutschland aufzubauen.

Der Film wird im Rahmen des 2021 – 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland Festjahres gezeigt und wird vom Goethe Institut und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). 

Mein in Deutschland geborener Onkel George Dreyfus ist 93 Jahre alt und lebt in Melbourne. Wenn er stirbt, wird sich die letzte Tür zur Geschichte unserer Familie schließen und damit auch, wie er und sein Bruder Richard 1939 Nazi-Deutschland mit dem Kindertransport entfliehen und in Australien ein neues Leben zu beginnen konnten. Mein Vater Richard kehrte Deutschland den Rücken, engagierte sich aber sehr für das jüdischen Gemeinschaftsleben. George auf der anderen Seite behielt seine frühe Leidenschaft für Musik bei und fand hierdurch einen Weg seine deutsche Identität und Kultur zu finden und zu bewahren. 

Als Tochter von jemandem, der sich nie als “Holocaust-Überlebender” bezeichnet hätte und nicht über seine Vergangenheit sprach, wurde ich jahrzehntelang im Dunkeln gelassen und war mir über meine Beziehung zu Deutschland nie sicher. Meine Neugier als Künstlerin und meine Sehnsucht, mehr über die Ursprünge der Dreyfus zu erfahren, führte mich auf eine Reise der Erinnerung, der Rückkehr und der Erneuerung meiner Beziehung zu jüdischem Leben in Deutschland. Hier erlebe ich die transformative Kraft der Kunst, die Wahrnehmungen verändern kann. Mein Ziel ist es, mit diesem Film einen Beitrag zu einem Dialog für nachfolgende Generationen zu leisten, sich mit ihren ererbten Traumata auseinanderzusetzen und sie zu ermutigen, auch ihr jüdisches Leben in Deutschland neu zu entdecken.

Dreyfus Drei ist ein Dokumentarkurzfilm über Familie, Identität und die Rückkehr dreier Künstler nach Deutschland. 

Die Fotokünstlerin Ella Dreyfus wuchs in einem lebendigen jüdischen Elternhaus in Sydney auf, wusste in all dieser Zeit jedoch nichts über die Geschichte ihrer Familie in Deutschland und über die, die die dem Holocaust zum Opfer fielen. Das Schweigen ihres Vaters Richard über seine Kindheit in Wuppertal und Berlin hinterließ bei Ella ein beklemmendes Gefühl und eine vage Angst vor allem Deutschen.

Erst nach dem Tod ihres Vaters Richard beginnt Ella über die verlorene Geschichte ihrer Familie zu beschäftigen. Sie reist nach Melbourne, um ihren Onkel George zu besuchen, dem einzigen noch lebenden deutschstämmigen Dreyfus und Hüter des Familienarchivs. Er erinnert sich an die Zeit, als er Deutschland 1939 mit dem Kindertransport verlassen musste und wie er 1955 zurückkehrte, um seine musikalische Ausbildung zu verfolgen. Nur zehn Jahre nach dem Krieg war er unter den ersten deutschen Juden, die aus dem Exil zurückkehrten. Von hier an schuf er durch Auftritte und Konzerte eine lebenslange Beziehung zu Deutschland und auch in Australien wurde er zu einem bekannten Komponisten. In Melbourne trifft Ella auch George’s Sohn Jonathan, der auch als Komponist arbeitet und seinen Vater aus Berlin besucht.

Ella lernt schnell, wie unterschiedlich die Brüder auf das Kindheitstrauma von Vertreibung und Exil reagierten und wie dies ihre Familien über Generationen prägt. Richard und George haben ihre Identität aktiv gewählt und dies führte zu sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit deutschen und jüdischen Traditionen ihrer Kinder und Enkel.

Ella reist nach Deutschland, um die Häuser aus der Kindheit von Richard and George in Wuppertal und Berlin zu suchen und findet Spuren aus dem Leben ihrer Großeltern in Wiesbaden. In Berlin trifft sie wieder auf Jonathan und sie sprechen über ihre Verbindung zu Deutschland und den Unterschieden ihrer beiden Familien. Während Ella aufgrund ihrer Albträume vom Holocaust in ihrer Kindheit über Jahre eine große Distanz zu Deutschland bewahrt hat, nennt Jonathan, der schon mit 13 das erste mal nach Deutschland kam, Berlin heute seine Heimat. Ella nimmt ihre Erfahrungen der Reise zum Anlass eine Reihe von Straßenkunstinstallationen zu erstellen. Mit bunten Stoffbuchstaben inszeniert sie die Namen ihrer deutschen Familien und deren jüdische Identität als zeitgenössische Mahnmale an öffentlichen Orten.

Dreyfus Drei verknüpft Familieninterviews in Melbourne und Sydney mit Ellas subjektiver Recherchereise und Kunstinstallationen in Deutschland, Jonathans Filmmusik und George‘s Kompositionen zu einem besonderen Familienportrait über Exil, Identität und Kunst. 

Dreyfus Drei ist ein Dokumentarkurzfilm über Familie, Identität und die Rückkehr dreier Künstler nach Deutschland. 

Die Fotokünstlerin Ella Dreyfus wuchs in einem lebendigen jüdischen Elternhaus in Sydney auf, wusste in all dieser Zeit jedoch nichts über die Geschichte ihrer Familie in Deutschland und über die, die die dem Holocaust zum Opfer fielen. Das Schweigen ihres Vaters Richard über seine Kindheit in Wuppertal und Berlin hinterließ bei Ella ein beklemmendes Gefühl und eine vage Angst vor allem Deutschen.

Erst nach dem Tod ihres Vaters Richard beginnt Ella über die verlorene Geschichte ihrer Familie zu beschäftigen. Sie reist nach Melbourne, um ihren Onkel George zu besuchen, dem einzigen noch lebenden deutschstämmigen Dreyfus und Hüter des Familienarchivs. Er erinnert sich an die Zeit, als er Deutschland 1939 mit dem Kindertransport verlassen musste und wie er 1955 zurückkehrte, um seine musikalische Ausbildung zu verfolgen. Nur zehn Jahre nach dem Krieg war er unter den ersten deutschen Juden, die aus dem Exil zurückkehrten. Von hier an schuf er durch Auftritte und Konzerte eine lebenslange Beziehung zu Deutschland und auch in Australien wurde er zu einem bekannten Komponisten. In Melbourne trifft Ella auch George’s Sohn Jonathan, der auch als Komponist arbeitet und seinen Vater aus Berlin besucht.

Ella lernt schnell, wie unterschiedlich die Brüder auf das Kindheitstrauma von Vertreibung und Exil reagierten und wie dies ihre Familien über Generationen prägt. Richard und George haben ihre Identität aktiv gewählt und dies führte zu sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit deutschen und jüdischen Traditionen ihrer Kinder und Enkel.

Ella reist nach Deutschland, um die Häuser aus der Kindheit von Richard and George in Wuppertal und Berlin zu suchen und findet Spuren aus dem Leben ihrer Großeltern in Wiesbaden. In Berlin trifft sie wieder auf Jonathan und sie sprechen über ihre Verbindung zu Deutschland und den Unterschieden ihrer beiden Familien. Während Ella aufgrund ihrer Albträume vom Holocaust in ihrer Kindheit über Jahre eine große Distanz zu Deutschland bewahrt hat, nennt Jonathan, der schon mit 13 das erste mal nach Deutschland kam, Berlin heute seine Heimat. Ella nimmt ihre Erfahrungen der Reise zum Anlass eine Reihe von Straßenkunstinstallationen zu erstellen. Mit bunten Stoffbuchstaben inszeniert sie die Namen ihrer deutschen Familien und deren jüdische Identität als zeitgenössische Mahnmale an öffentlichen Orten.

Dreyfus Drei verknüpft Familieninterviews in Melbourne und Sydney mit Ellas subjektiver Recherchereise und Kunstinstallationen in Deutschland, Jonathans Filmmusik und George‘s Kompositionen zu einem besonderen Familienportrait über Exil, Identität und Kunst. 

Protagonisten

Ella Dreyfus, geboren 1960, ist Georges Nichte. Sie ist Fotokünstlerin und Dozentin an der National Art School in Sydney, wo sie in einem traditionellen jüdischen Elternhaus aufwuchs. Ihr Vater Richard war ein praktizierender Jude, doch über seine Kindheit und die Verluste der Familie im Zweiten Weltkrieg herrschte Schweigen. Sie litt unter den Auswirkungen des generationenübergreifenden Traumas und vermied es bis ins hohe Alter, nach Deutschland zu reisen. Sie ist die Autorin, Regisseurin und Koproduzentin des Films Dreyfus Drei. 

George Dreyfus, geboren 1928, ist 1939 mit einem Kindertransport aus Deutschland nach Australien geflohen. Er ist Musiker, Komponist und Dirigent und kehrte ab 1955 immer wieder nach Deutschland zurück, um Musik zu studieren und aufzuführen. In seiner Wahlheimat Australien wurde er zu einem berühmten Komponisten. Er sehnt sich danach, seinen Sohn Jonathan in Berlin zu besuchen und sich wieder mit deutschen Freunden zu treffen. 

Jonathan Dreyfus, geboren 1987, wuchs in Melbourne auf und hat wie Ella die doppelte Staatsbürgerschaft in Australien und Deutschland. Jonathan lernte Geige ab dem fünften Lebensjahr, hatte bereits mit zwölf seine ersten Auftritte und trat in die Fußstapfen seines Vaters, indem er professioneller Musiker und Komponist wurde. Als Teenager sagte er, Berlin sei seine “Seelenstadt”, und jetzt lebt und arbeitet er dort und schreibt Filmmusik für Kunden in Europa, den USA und Australien. Jonathan ist der Filmkomponist von Dreyfus Drei.

Ella Dreyfus, geboren 1960, ist Georges Nichte. Sie ist Fotokünstlerin und Dozentin an der National Art School in Sydney, wo sie in einem traditionellen jüdischen Elternhaus aufwuchs. Ihr Vater Richard war ein praktizierender Jude, doch über seine Kindheit und die Verluste der Familie im Zweiten Weltkrieg herrschte Schweigen. Sie litt unter den Auswirkungen des generationenübergreifenden Traumas und vermied es bis ins hohe Alter, nach Deutschland zu reisen. Sie ist die Autorin, Regisseurin und Koproduzentin des Films Dreyfus Drei. 

George Dreyfus, geboren 1928, ist 1939 mit einem Kindertransport aus Deutschland nach Australien geflohen. Er ist Musiker, Komponist und Dirigent und kehrte ab 1955 immer wieder nach Deutschland zurück, um Musik zu studieren und aufzuführen. In seiner Wahlheimat Australien wurde er zu einem berühmten Komponisten. Er sehnt sich danach, seinen Sohn Jonathan in Berlin zu besuchen und sich wieder mit deutschen Freunden zu treffen. 

Jonathan Dreyfus, geboren 1987, wuchs in Melbourne auf und hat wie Ella die doppelte Staatsbürgerschaft in Australien und Deutschland. Jonathan lernte Geige ab dem fünften Lebensjahr, hatte bereits mit zwölf seine ersten Auftritte und trat in die Fußstapfen seines Vaters, indem er professioneller Musiker und Komponist wurde. Als Teenager sagte er, Berlin sei seine “Seelenstadt”, und jetzt lebt und arbeitet er dort und schreibt Filmmusik für Kunden in Europa, den USA und Australien. Jonathan ist der Filmkomponist von Dreyfus Drei.

ELLA DREYFUS arbeitet als interdisziplinäre visuelle Künstlerin und Dozentin an der National Art School in Sydney und hat einen PhD in Fine Arts von der University of New South Wales. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und in Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Kanada und Australien gezeigt. Ihre Fotoreihe Walking in Wiesbaden wurde 2017 im Aktiven Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte Wiesbaden ausgestellt. Ella besitzt die australische und deutsche Staatsbürgerschaft.

elladreyfus.com

Exhibitions

Our Songs – Sydney Kabuki Project
Biennale of Sydney

Walking in Wiesbaden
Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte, Wiesbaden 

Intimate Distance
Banff Centre, Canada

Cheveux Cheris – Frivolites et Trophee
Musee du quai Branly, Paris

Under Twenty-Seven
Bondi Pavilion Gallery

The Public Body .02
Artspace, Sydney

Scumbag, Transman, Age and Consent
The Body Pregnant, Under Twelve, Under Twenty
All in Stills Gallery

Residencies

Bellevue Saal Kunsthaus, Wiesbaden
Cite Internationale des Artes, Paris
Banff Research in Culture Visual Arts, Canada 

Awards

Head On Portrait Prize
Blake Prize for Religious Art
Bowness Photography Award
Ulrick and Schubert Photography Award
Olive Cotton Award for Photographic Portraiture
Grace Cossington Smith Art Award
Australian Photographic Award
Castlemaine Photo Festival Award
University of NSW Australian Postgraduate Award
Cementa Contemporary Art Festival, Kandos
United National International Year of Older Persons
Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras Festival

Der Dokumentarkurzfilm ist eine Kooperation des Goethe Instituts, der Berliner Produktionsfirma Sevenpeaks und der Künstlerin, Regisseurin und Ko-Produzentin Ella Dreyfus. Das Projekt wurde von Verein des 2021 – Jüdisches Leben in Deutschland initiiert und aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanziert. Ab dem Oktober 2021 wird der Film als Wanderausstellung im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland zu sehen sein.

Kontakt 

Sevenpeaks Film Collective
Janis Westphal
janis@svnpks.com
+49 16096468863
www.svnpks.com

www.dreyfus3.com